Was ist ein Trekkingrucksack und welche Anforderungen sind gewünscht

Der Urlaub ist die wichtigste Zeit, zumindest denken das viele Erwerbstätige. Viele Menschen können einem klassischen Urlaub in einer Hotelanlage mit etwas Unterhaltungsprogramm und wenig Bewegung nicht viel abgewinnen. Für sie kommt der Individualurlaub in Frage.

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Der Trekkingrucksack – das muss er alles können – © adam121 / Photodune.net

In diesem Artikel erfahren Sie alles über Trekkingrucksack und was der Rucksack alles können muss. Außerdem, welche Volumengröße für welche Anwendungen in Frage kommen.

Der Trekkingrucksack – das muss er alles können

Für all jene, die auf eigene Faust die Umwelt entdecken wollen, stellt sich die Frage, ob man immer von Hotel zu Hotel wandert und wie das ganze Gepäck transportiert wird. Die Lösung: der Trekkingrucksack.

Was ist ein Trekkingrucksack?

Der Trekkingrucksack ist sozusagen der Schwertransporter unter den Rucksäcken. Das liegt daran, dass er bei seiner klassischen Verwendung nicht nur Kleidung transportiert, sondern den Nutzer mit allem Equipment versorgt, das bei einer spontanen Übernachtung abseits der Zivilisation nötig wäre.

Dazu zählen also sowohl die Schlafmöglichkeiten, Isomatte und Schlafsack, als auch das Zelt und die Verpflegung und Kochgeschirr. Der Trekkingrucksack muss also viel Stauraum bieten und gleichzeitig für einen bequemen Transport sorgen.

Welche Trekkingrucksackgrößen gibt es?

Trekkingrucksäcke werden in vier verschiedenen Größen angeboten. Diese sind in Volumen angegeben und damit ergibt sich dann ein Hinweis für die spätere Verwendung.

  • 25-30 Liter
    Die kleinsten Trekkingrucksäcke haben ein Fassungsvermögen zwischen 25 und 30 Liter. Dieser Rucksack wird entweder auf größeren Touren als zusätzliches Handgepäck verwendet, oder man nutzt ihn für Tagesausflüge.
  • 30-50 Liter
    Die nächste Größe fasst 30 bis 50 Liter. Hierbei handelt es sich um einen klassischen Trekkingrucksack, der für mehrtägige Wandertouren geeignet ist. Wenn man als Backpacker unterwegs ist, also wirklich abseits der Zivilisation auf eigene Faust wandert, dann kommen größere Rucksäcke in Frage.
  • 50-70 Liter
    In der dritten Größe (50-70 Liter) lassen alle Gegenstände unterbringen, die bei längeren Trekkingtouren im Ausland benötigt werden. Hat man besondere oder sperrige Ausrüstungsgegenstände, die transportiert werden müssen, so kann auf Rucksäcke über 70 Liter Fassungsvermögen zurückgegriffen werden.

Für die Wahl der richtigen Rucksackgröße spielt die erwartete Verwendung eine große Rolle. Des Weiteren sollte man die eigene Statur beachten.

Mehr Volumen heißt mehr Gewicht und größere Rucksäcke passen möglicherweise nicht zur eigenen Statur. Hier ist besonders die „Länge“ des Rückens, also der Auflagefläche wichtig.

Was alles ein Trekkingrucksack enthalten sollte

Der Trekkingrucksack soll verschiedene Ausrüstungsgegenstände sicher transportieren. Damit das Packen geordneter vonstatten gehen kann und die Last später sinnvoll auf den Körper übertragen wird, bieten die Trekkingrucksäcke eine Vielzahl von Funktionen und Zubehörteilen, die unbedingt dabei sein sollten.

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Trekkingrucksack: Voder-und Rückansicht – © trekkingrucksack.net (CC-by-SA)

Der Deckel

In der Regel wird das Fach im Deckel für die Gegenstände benutzt, die im Laufe des Tages benötigt werden. Das Zelt oder die Regenkleidung wird meist dort verstaut, damit sie im Ernstfall schnell zur Hand sind.

Meist ist der Deckel höhenverstellbar und mit einer Mulde ausgestattet, um die Bewegung des Kopfes nach hinten zu ermöglichen. In einigen Trekkingrucksäcken bietet der Deckel ein Fach für Wertsachen.

Die Kompressionsriemen

Wie der Name schon sagt, bieten die Kompressionsriemen vor allen die Möglichkeit, auf einen wechselnden Ladezustand zu reagieren und die Form des Trekkingrucksackes zu erhalten. Gleichzeitig gewährleisten sie eine besser Lastübertragung.

Das Trinksystem

Gerade auf längeren Touren ist der Wasserhaushalt eine sehr wichtige Angelegenheit. Über das im Rücken angebracht Trinksystem, das entweder fest installiert oder nachrüstbar ist, kann man gewährleisten, dass man bei Bedarf sofort trinken kann. Es sind dafür keine längeren Pausen oder Öffnen des Rucksackes nötig.

Das Packen

Die meisten Trekkingrucksäcke sind auf mehrere Arten beladbar. Zum Einen bietet sich immer die Möglichkeit, über das Top zu beladen. Zusätzlich haben fast alle Trekkingrucksäcke eine Frontöffnung, dass man an Ausrüstungsgegenstände einfacher herankommt.

Seitentaschen und Befestigungsmöglichkeiten

Trekkingrucksäcke bieten eine Vielzahl von kleineren Taschen, Schlaufen und Ösen, die die Befestigung und Unterbringung von Gegenständen ermöglichen, die man ständig und schnell benötigt.

Bodenfach

Im Bodenfach des Trekkingrucksackes wird der Schlafsack separat verstaut. Oft findet man hier ein spezielles Nasswäschefach.

Die Lastkontrollriemen

Eine der wichtigsten Funktionen eines Trekkingrucksackes ist die Verteilung der Lasten auf den menschlichen Körper. Diese wird über Riemen gewährleistet, die den Rucksack zum Körper ziehen, die Schultern entlasten und den Rucksack damit stabilisieren.

Rückenteil

Das Rückenteil sollte stufenlos verstellbar sein, damit es an den Ladezustand des Rucksackes und die Form des Rückens angepasst werden kann. Eine Belüftung sollte vorhanden sein.

Schultergurte & Brustgurt, Hüftgurt

Die Gurte für Schulter und Brust sollte anatomisch passen und ausreichend gepolstert sein. Der Hüftgurt trägt bis zu 80 Prozent der Last und muss daher gut gepolstert sein und perfekt sitzen. Taschen im Hüftgurt erleichtern den Zugang zu wichtigen Ausrüstungsgegenständen.

Regenhülle

Die integrierte Regenhülle schützt beim schlechten Wetter das Equipment. Bei Nichtgebrauch verschwindet diese im Bodenfach des Rucksackes.

Fazit

Bei der Wahl eines passenden Trekkingrucksackes sollte man schon wissen, wofür dieser später verwendet werden soll. Gerade bei der Frage der Volumengröße und der Passform sollte man auf erfahrene Backpacker oder auf einen Berater im Fachgeschäft zurückgreifen. Mit den genannten einfachen Hinweisen lassen sich grobe Schnitzer vermeiden.

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